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150 Besucher*innen bei Auftaktveranstaltung zu „Politische Partizipation Passgenau!“

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150 Besucher*innen bei Auftaktveranstaltung zu „Politische Partizipation Passgenau!“

Gut 150 Menschen sind am Dienstag (3.12.2019) im Wissenschaftspark Gelsenkirchen zusammengekommen, um das neue Projekt der Landesarbeitsgemeinschaft SELBSTHILFE NRW kennenzulernen. Der Name „Politische Partizipation Passgenau!“ verrät hier bereits das Thema: Ziel des Projektes ist es, NRW-Kommunen darin zu unterstützen, Barrieren in der Kommunalpolitik abzubauen – damit alle Menschen sich aktiv am politischen Geschehen beteiligen können.

Die Assistenzkräfte standen den Besucher*innen mit Rat und Tat zur Seite

Es war ein buntes Treiben in den sonnenbeschienenen Arkaden des Wissenschaftsparks Gelsenkirchen. Inmitten verschiedener Stände zum Themenbereich Teilhabe kamen Menschen aus Politik, Verwaltung und den unterschiedlichsten Selbsthilfebereichen rege ins Gespräch. Sie sind gekommen, um sich über die Angebote des neuen Projekts „Politische Partizipation Passgenau“ zu informieren, sich zu vernetzen und auszutauschen.

Das Projektteam von „Politische Partizipation Passgenau!“ stellt gemeinsam das neue Angebot vor. Mit dabei auch Annette Schlatholt, die Leiterin der LAG SELBSTHILFE NRW.

„Es wäre ein Erfolg, wenn wir es schaffen, Schritt für Schritt immer weitere Partizipationspflänzchen zu pflanzen.“

Was bei der Projektvorstellung vergangenen Dienstag sehr deutlich wurde: Noch ist es häufig eine Frage des Wohnorts, ob sich Menschen mit Behinderungen aktiv politisch beteiligen können. Fast die Hälfte der Kommunen in NRW hat bislang noch keine Form der Interessenvertretung – das ergab erst kürzlich eine Erhebung des Zentrums für Planung und Evaluation Sozialer Dienste der Universität Siegen. Wer in einer Gemeinde lebt, hat deutlich häufiger das Nachsehen im Vergleich etwa zu jenen, die in kreisfreien Städten leben. Mit dem neuen Projekt, das wie seine beiden Vorgängerprojekte vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS) gefördert wird, soll sich genau das ändern. Wurden in den zwei vorigen Projekten noch verstärkt die Bedarfe in den einzelnen Kommunen evaluiert, baut das neue Projekt nun auf dieser Grundlage auf und kann so die praktische Arbeit vor Ort noch passgenauer auf die einzelnen Kommunen abstimmen. Dazu erklärt Dr. Christof Stamm vom MAGS: „Das Projekt wird dazu beitragen, vor Ort einige Initiativen zu unterstützen, zu begleiten und dort, wo es bis jetzt noch keine Interessenvertretung gibt, möglicherweise welche einzuführen oder bereits bestehende zu verbessern. Es wäre ein Erfolg, wenn wir es schaffen, Schritt für Schritt immer weitere Partizipationspflänzchen zu pflanzen.“

Brigitte Piepenbreier, Vorsitzende der LAG SELBSTHILFE NRW, Dr. Christof Stamm, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW und die Landesbehindertenbeauftragte Claudia Middendorf im Gespräch mit WDR Moderator Holger Beller.

Zusammenarbeit auf Augenhöhe

Auch Claudia Middendorf, die Landesbehindertenbeauftragte, nahm am Projektauftakt teil und stellte fest: „Erfolgreich sind wir im Bereich Partizipation dann, wenn Politik, Verwaltung und die unterschiedlichen Beiräte in den kommunalen Strukturen auf Augenhöhe miteinander arbeiten.“ Vielleicht wurde das ein oder andere Partizipationspflänzchen bereits an diesem Tag gepflanzt. Inspiration, wie ein Event in vielen Bereichen barrierefrei gestaltet werden kann, bot die Auftaktveranstaltung jedenfalls. Mit Schrift- und Gebärdendolmetschern, Live-Übersetzungen in Leichter Sprache oder auch dem Programm in Brailleschrift sollten die Inhalte für Alle Besucherinnen und Besucher zugänglich gemacht werden. Mit Blick auf die Beteiligung und den Austausch war die Mission erfolgreich: Beides war rege.

Ob Podiumsdiskussion, Fachvortrag oder Projektvorstellung: Alle Teile der Veranstaltung wurden unter anderem auch von Schriftdolmetscher*innen begleitet.

 

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