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Welche Barrieren gibt es in der politischen Partizipation von Menschen mit Behinderungen und wie können diese abgebaut werden?

Politische Partizipation Passgenau!

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Welche Barrieren gibt es in der politischen Partizipation von Menschen mit Behinderungen und wie können diese abgebaut werden?

Es gibt leider noch recht viele Barrieren, die die kommunalpolitische Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen behindern. Die Barrieren sind je nach Beeinträchtigung und individueller Erfahrung unterschiedlich. Einige typische Barrieren – und Vorschläge zum Abbau – die wir aus unserer Arbeit kennen, sind aber folgende:

 

Unkenntnis über die eigenen Rechte und Beteiligungsmöglichkeiten. Außerdem Unkenntnis und Unsicherheit, wer potentielle Ansprechpartner*innen und Stellen sind.
Vorschlag zum Abbau der Barriere: Möglichst niedrigschwellig, barrierefrei und umfassend seitens der Kommune informieren! Siehe hierzu den nachfolgenden Punkt.

 

Barrieren in der Zugänglichkeit von Informationen.
Vorschlag zum Abbau der Barriere: Alle Informationen (z.B. über Termine wie Sitzungen oder Ortsbegehungen, über Ansprechpersonen, usw.) so aufbereiten, dass sie möglichst allen zugänglich sind:

  • schriftlich und mündlich (telefonisch/ persönlich) informieren
  • Leichte bzw. zumindest einfach verständliche Sprache verwenden oder entsprechende Begleitschreiben veröffentlichen
  • barrierefreie digitale (z.B. lesbare Dokumente für Screen-Reader, Alternativtexte für Bildmaterial) Informationen zusätzlich zu analogen bereitstellen
  • Material in Braille, in Großschrift und in verschiedenen Sprachen zur Verfügung stellen
  • Außerdem: Informationen/ Material/ Dokumente gezielt in passenden Formaten dort platzieren, wo sie möglichst niedrigschwellig wahrgenommen werden (z.B. auch in Wohnheimen, Werkstätten, Beratungsstellen o.ä.)

Barrieren bei der Teilnahme an Sitzungen, Veranstaltungen, Sprechstunden, o.ä.
Vorschlag zum Abbau der Barriere:

  • Auf die räumliche und sonstige Barrierefreiheit von Veranstaltungen achten: ebenerdig, rollstuhlgerechte Toiletten, Aufzug, kontrastreiche Gestaltung
  • gute Erreichbarkeit des Veranstaltungsortes gewährleisten (ÖPNV und/ oder Fahrdienste, ausreichend Behindertenparkplätze)
  • Dolmetschdienste zur Verfügung stellen (Gebärdensprache, Schriftsprache, Leichte Sprache)
  • auf ausreichende Pausen achten, ggf. Assistent*innen bereitstellen, die den Teilnehmenden bei Bedarf assistieren können
  • die Teilnahme von Begleitpersonen/ individueller Assistenz ermöglichen, für blinde oder stark sehbeeinträchtige Menschen visuelle Inhalte beschreiben bzw. vorlesen

Angst vor Politik, Unsicherheit im Umgang, zwischenmenschliche Barrieren.
Vorschlag zum Abbau der Barriere: Niedrigschwellige Begegnungsräume schaffen:

  • Sitzungstermine öffnen
  • für eine freundliche Atmosphäre sorgen
  • wertschätzender Umgang
  • Offenheit und Geduld in der Begegnung mit Menschen mit verschiedenen Beeinträchtigungen ausdrücken
  • Selbsthilfevertreter*innen in ihrer Arbeit empowern und bestärken
  • Selbstwirksamkeitserfahrungen ermöglichen
  • Politiker*innen können / sollten auch aktiv auf Menschen mit Behinderungen zugehen und sich in beispielsweise in Selbsthilfegruppen, Wohnheimen oder Werkstätten vorstellen, Bedarfe / Wünsche erfragen und um politische Beteiligung werben.

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