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Was ist eine Interessenvertretung?

Eine wichtige und gute Möglichkeit, aktiv die Kommunalpolitik zu gestalten, bieten direkte Interessenvertretungen.

Was sind Interessenvertretungen?

Bei einer Interessenvertretung geht es darum, die Interessen einer bestimmten Gruppe, zum Beispiel in der Politik, zu vertreten. Interessenvertretungen braucht es besonders dann, wenn Menschen aus einer bestimmten Gruppe selbst nicht oder zu wenig an einem Prozess beteiligt sind. Das ist zum Beispiel bei Menschen mit Behinderungen in der Kommunalpolitik der Fall. Weil es trotzdem wichtig ist, dass ihre Perspektiven, Bedürfnisse und Anliegen in die Politik einfließen, gibt es in vielen Gemeinden, Städten und Kreisen Interessenvertretungen.

 

 

 

Eine Interessenvertretung kann eine Person sein. Behindertenbeauftragte sind beispielsweise in NRW eine sehr häufige Form der Interessenvertretung. Das ist dann eine sogenannte indirekte Interessenvertretung. „Indirekt“, weil „nur“ eine Person die Interessen von vielen verschiedenen Menschen vor Verwaltung und Politik vertritt und sich damit die Menschen mit Behinderungen selbst nicht direkt einbringen können.

Eine Person im Comic-Stil trägt ein Klemmbrett mit sich, das fast größer ist als sie selbst. Auf dem Klemmbrett ist ein Zettel mit vielen Linien. Ganz oben steht "Interessen".

 

 

Eine Interessenvertretung kann aber auch aus einer Gruppe verschiedener Personen bestehen, wie es zum Beispiel ein Behindertenbeirat ist. Im besten Fall besteht der Behindertenbeirat zum Großteil aus Menschen mit ganz unterschiedlichen Behinderungen. Ein solcher Beirat ist dann eine direkte Interessenvertretung. Weil sich Menschen mit Behinderungen direkt selbst politisch beteiligen.

Der Behindertenbeirat ist eine sehr wirksame Form der Interessenvertretung. Hier haben wir etwas mehr dazu geschrieben.

Eine Gruppe von Menschen im Comicstil mit unterschiedlichen Haar- und Hautfarben und bunt gekleidet - sie alle heben die Hände. Unten im Bild steht "Was wir wollen...". Über den Köpfen der Menschen sind Sprechblasen in denen steht: 1. "politisch mitreden und mitentscheiden" 2. "Augenhöhe" und 3. "Inklusion".

 

 

Selbsthilfegruppen, Verbände und Vereine als mögliche Interessenvertretungen

Neben Behindertenbeiräten gibt es auch weitere Gruppen, die auch Interessenvertretungen sind. Oft gründen sich zum Beispiel politische Interessenvertretungen, indem sich Aktive aus örtlichen Selbsthilfegruppen, Verbänden und Vereinen zusammentun. Als Arbeitsgemeinschaft, Runder Tisch oder auch Projektgruppe können sich so verschiedene Menschen aktiv politisch beteiligen und ihre sowie die Interessen anderer vertreten.
Vier Personen im Comic-Stil halten je ein Puzzle in die Bildmitte. Zusammen ergeben die Puzzleteile ein Ganzes. Aus den Puzzleteilen geht eine Sprechblase hervor, auf der steht: Für eine starke öffentliche Selbsthilfe.

 Leider ist es noch nicht selbstverständlich, dass in der Politik ganz verschiedene Menschen – also auch viele Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen – aktiv sind. Deshalb ist es wichtig, dass es Interessenvertretungen gibt. Damit die politischen Verantwortlichen von den Anliegen und Bedarfen der verschiedenen Menschen erfahren und so eine Politik für alle machen können.

Willst Du wissen, wie häufig und wo es in NRW Interessenvertretungen gibt? Dann schau mal hier vorbei.

 

 

Wie gründe ich eine Interessenvertretung?

Nicht in allen Gemeinden, Städten und Kommunen gibt es bereit eine Interessenvertretung. Aber das muss ja nicht so bleiben! Hier entlang, wir zeigen Dir, wie Du eine Interessenvertretung gründen kannst:

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